StraßeDie alte Handelsroute über die Alpen durch Partenkirchen: die Ludwigstraße, die Kaufmannshäuser und die Lüftlmalerei-Fassaden, die der Wohlstand der Straße bezahlte.
HofWerdenfelser Alpkultur: Wiesen und Vieh, Tracht und Prozessionen, Bauernhäuser mit geschnitzten Balkonen – und ein Tal, das sein Land bis heute bewirtschaftet.
BergDie Wand des Wettersteins, die Zugspitze mit 2.962 Metern, der Eibsee unter ihrer Nordwand, die Partnachklamm sowie Alpspitze, Kramer und Wank als Rahmen des Tals.
SpieleDas Erbe der Winterspiele 1936, nüchtern gelesen: Skistadion und Olympiaschanze, die Tradition des Neujahrsspringens und eine Wintersportidentität, die älter und größer ist als ein dunkles Jahrzehnt.
Zeitloser KulturguideGarmisch-Partenkirchen
Ein quellengestützter Kulturguide zu Garmisch-Partenkirchen: die beiden historischen Orte und ihr Zusammenschluss von 1935, die Lüftlmalerei-Fassaden der Partenkirchner Ludwigstraße, das Erbe der Winterspiele 1936 und das Olympia-Skistadion, Zugspitze und Eibsee, die Partnachklamm, die alpine Identität des Werdenfelser Landes und die Kloster- und Schlösserlandschaft von Ettal und Linderhof nebenan.
Zum Guide
Zwei Orte, ein Bindestrich
Garmisch und Partenkirchen wuchsen getrennt auf – das kurstädtische Garmisch westlich der Partnach, das Handelsstraßen-Partenkirchen östlich davon – und wurden erst 1935 vereinigt. Die Naht zwischen ihnen ist bis heute der beste Zugang zum Ort.
Die bemalte Handelsstraße
Die Ludwigstraße folgt der alten Route von Italien Richtung Augsburg, und die Lüftlmalerei-Fassaden Partenkirchens sind das, was der Wohlstand der Straße über Jahrhunderte auf Kaufmanns- und Bauernhäuser gemalt hat.
Werdenfelser Grund
Die Grafschaft Werdenfels unter den Freisinger Fürstbischöfen, die Burgruine über der Loisach und die Kultur aus Landwirtschaft, Tracht und Prozessionen erklären die örtliche Identität besser als jedes Ferienort-Etikett.
Die Spiele, ehrlich gelesen
Die Winterspiele 1936 hinterließen das Skistadion, die Olympiaschanze und Weltruf. Sie wurden zugleich vom nationalsozialistischen Regime inszeniert, das die Vereinigung der Orte erzwang – die sportliche Gegenwart liest sich am besten mit dieser Geschichte klar benannt.
Die Zugspitze vor der Tür
Deutschlands höchster Berg, der Eibsee unter seiner Nordwand, die Partnachklamm hinter dem Skistadion und die Wanderberge Kramer und Wank machen den Ort zur natürlichen Basis für das größte Terrain der Bayerischen Alpen.